Konflikt

Aufruhr in Ägypten: Vier Tote bei Protesten gegen Präsident Mursi

Vor den geplanten Großdemonstrationen gegen Ägyptens Präsidenten Mohammed Mursi an diesem Sonntag wächst die Furcht vor einer Eskalation im Land.

Eine Protestbewegung will den Islamisten Mursi mit Millionen Unterschriften zum Rücktritt zwingen. Anlass ist der erste Jahrestag seiner Vereidigung am 30. Juni. Seit Freitag waren bei Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi bereits mindestens vier Menschen getötet und 130 weitere verletzt worden. Zu den Todesopfern zählte auch ein 21-jähriger US-Bürger, wie das Außenministerium in Washington bestätigte. Das Auswärtige Amt in Berlin riet, sich bei Reisen nach Ägypten auf bestimmte Regionen zu beschränken: den Großraum Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten sowie auf geführte Wüstentouren. „Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der sich derzeit verschärfenden Sicherheitslage dringend abgeraten“, hieß es.