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Entführung: Drei deutsche Helfer in Syrien verschleppt ++ EU-Beitritt: Kroatien will möglichst bald den Euro als Währung ++ Hilfsprojekt: UN testen Ikea-Hütten für Kriegsflüchtlinge

Drei deutsche Helfer in Syrien verschleppt

In Syrien werden seit mehr als sechs Wochen drei deutsche Mitarbeiter der Hilfsorganisation Grünhelme vermisst. Sie seien in der Nacht zum 15. Mai aus ihrer Wohnung im Ort Harem an der Grenze zur Türkei entführt worden, wie Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck erst jetzt bekannt gab. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte, dass drei deutsche Staatsbürger in Syrien vermisst würden. Die Hilfsorganisation Grünhelme aus Troisdorf bei Bonn engagiert sich weltweit in Krisenregionen beim Wiederaufbau.

Kroatien will möglichst bald den Euro als Währung

Unmittelbar vor seinem EU-Beitritt hat Kroatien sein Interesse an der Übernahme der Gemeinschaftswährung Euro beteuert. „Wir wollen der Euro-Zone so schnell wie möglich beitreten“, sagte der kroatische Notenbankchef Boris Vujcic der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Sonnabend. Sein Land werde allerdings frühestens in vier bis fünf Jahren für den Euro bereit sein, derzeit verfehle es die Kriterien für Inflation und Haushaltsdefizit. „Bis dahin müssen die Probleme im Euro-Raum gelöst sein, sonst bekommen wir große Probleme“, sagte Vujcic. Kroatien tritt der EU am Montag als 28. Mitglied bei.

UN testen Ikea-Hütten für Kriegsflüchtlinge

Tausende Flüchtlinge könnten bald statt in weißen Zelten in Ikea-Häuschen wohnen. Nach dreijähriger Entwicklungszeit gab das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) den Startschuss für das von der Ikea-Stiftung finanzierte Projekt mit den Selbstbauhütten. Die ersten 26 Unterkünfte sind in Äthiopien eingetroffen, zwölf weitere werden im Libanon und im Irak erwartet. Mit Wände aus Plastik und mit Solarzellen bestücktem Dach aus Kunststoff sollen sie fünf Menschen beherbergen und weit mehr Komfort als die bisherigen Zelte des UNHCR bieten.