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Hilfe: Mehrheit für mehr Schulden wegen Flutschäden ++ Verteidigung: Nur wenige melden sich freiwillig zur Bundeswehr ++ Atomkraftwerk: Neuer Austritt radioaktiven Wassers in Fukushima

Mehrheit für mehr Schulden wegen Flutschäden

Im Streit über die Finanzierung der Fluthilfe befürwortet eine Mehrheit der Deutschen eine höhere Neuverschuldung. Insgesamt 56 Prozent unterstützen dieses Vorhaben der Bundesregierung, wie aus einer am Freitag in Köln veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest Dimap im Auftrag der ARD hervorgeht. Eine Finanzierung durch Steuererhöhungen hält demnach jeder vierte Bürger für richtig. Fast jeder siebte (15 Prozent) ist der Meinung, es sollte eine andere Geldquelle gefunden werden. Bund und Länder hatten sich geeinigt, dass der Bund mehr als die Hälfte des Fluthilfefonds von bis zu acht Milliarden Euro übernimmt.

Nur wenige melden sich freiwillig zur Bundeswehr

Der freiwillige Wehrdienst in Deutschland scheint zwei Jahre nach seiner Einführung nur noch für wenige junge Menschen attraktiv zu sein. Im laufenden Quartal traten nach aktuellen Zahlen des Verteidigungsministeriums lediglich 615 freiwillige Wehrdienstleistende ihren Dienst an, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Das seien 60 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Das Verteidigungsministerium widersprach der Darstellung jedoch. „Der Bedarf ist hinreichend gedeckt“, sagte ein Sprecher von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) dazu am Freitag in Berlin.

Neuer Austritt radioaktiven Wassers in Fukushima

Im havarierten Atomkraftwerk im nordostjapanischen Fukushima ist erneut radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Dieses Mal seien aus einer lecken Entsalzungsanlage 360 Liter verseuchtes Meerwasser entwichen, das zur Kühlung der havarierten Reaktoren eingesetzt worden sei, teilte der Betreiber Tepco am Freitag mit. Nach seinen Angaben verblieb das Wasser jedoch innerhalb des Komplexes. Tepco teilte zudem mit, dass das Grundwasser in der Nähe der Anlage mit krebserregenden radioaktiven Substanzen belastet sei. Die Atomkatastrophe hatte sich vor mehr als zwei Jahren ereignet.