SPD

„Nein. Ich brauche keinen Neustart“

Trotzdem entlässt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seinen Sprecher Michael Donnermeyer

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat rund drei Monate vor der Bundestagswahl Konsequenzen aus der bisher glücklosen Wahlkampagne gezogen. Er habe seinen Sprecher Michael Donnermeyer entlassen und den früheren „Bild“-Journalisten Rolf Kleine als Nachfolger ausgewählt, teilte Steinbrück am Montag in Berlin mit. „Das ist eine ziemliche harte und schwierige Entscheidung gewesen.“ Er habe zu Donnermeyer ein intaktes persönliches Verhältnis, aber der Wahlkampf habe „höchsten professionellen Abwägungen zu folgen“. Es gehe um die bestmögliche Aufstellung für die letzten 100 Tage. Donnermeyer, früher Sprecher des Berliner Senats, wird SPD-intern ein glückloses Agieren vorgehalten. Steinbrück wollte auf die genauen Gründe für Donnermeyers Entlassung nicht eingehen. Auf die Frage, ob der Sprecherwechsel das Signal zu einem Neustart gebe, sagte der 66-Jährige: „Nein. Ich brauche keinen Neustart.“

In den Hintergrund geriet dadurch die Präsentation der letzten drei Mitglieder des Kompetenzteams. Die frühere saarländische Ministerin Christiane Krajewski (SPD) kümmert sich um den Bereich Wirtschaft. Den Bereich Entwicklungshilfe übernimmt die Präsidentin der Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Kulturmanager Oliver Scheytt ist für die Themen Kunst und Kultur zuständig.