Theater

Berliner Ensemble: Senat wehrt sich gegen Hochhuth-Kündigung

Die Senatsverwaltung für Kultur hat am Montag den Eingang der fristlosen und außerordentlichen Kündigung für das Theater am Schiffbauerdamm des Berliner Ensembles (BE) bestätigt.

Der Vorgang werde geprüft, sagte ein Sprecher der Kulturverwaltung, man gehe aber davon aus, dass sich der Senat „korrekt und vertragstreu“ verhalten habe. Der Anwalt des Dramatikers Rolf Hochhuth, dem das Theater über eine Stiftung gehört, hatte am Freitagnachmittag das Kündigungsschreiben im Roten Rathaus abgegeben. Hochhuth hält es für unzumutbar, das Theater weiter an den Senat von Berlin zu vermieten, der das Haus ans Berliner Ensemble untervermietet hat. Die Mieter hätten seine im Mietvertrag festgehaltenen Rechte verletzt, regelmäßig im Oktober sein Stück „Der Stellvertreter“ zu spielen und ihm im Sommer das Haus während der Ferien zu überlassen. Der Anwalt des BE, Peter Raue, wies die Darstellung Hochhuths zurück. Dessen Stiftung habe nie konkret angeboten, den „Stellvertreter“ im BE aufzuführen.