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Homo-Ehe: Von der Leyen plädiert für Adoptionsrecht ++ Verkehr: FDP lehnt Seehofers Ausländer-Maut ab ++ USA/China: Obama und Xi verabreden verstärkte Zusammenarbeit ++ Nordkorea: Pjöngjang und Seoul einigen sich auf Ministergespräche

Von der Leyen plädiert für Adoptionsrecht

Nach dem Urteil zum Ehegattensplitting steuert die Union auf einen Streit über das volle Adoptionsrecht für homosexuelle Paare zu. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Sozialministerin Ursula von der Leyen macht sich im Gegensatz zu anderen Spitzenpolitikern ihrer Partei für eine weitgehende Gleichstellung stark. „Ich kenne keine Studie, die sagt, dass es Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufwachsen, anders geht als Kindern, die in gemischtgeschlechtlichen Ehen aufwachsen“, sagte von der Leyen am Sonntag im Deutschlandfunk.

FDP lehnt Seehofers Ausländer-Maut ab

Der Vorstoß von CSU-Chef Horst Seehofer zu einer Maut für ausländische Autofahrer stößt bei der FDP auf klare Ablehnung. „Dafür wird die FDP die Hand nicht reichen“, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring der „Rheinischen Post“. Eine Vignette, die am Ende nur ausländische Fahrer treffe, sei europarechtlich unzulässig und schaffe neue Bürokratie ohne Mehrwert, so der FDP-Politiker. „Die deutschen Autofahrer zahlen mehr als 50 Milliarden Euro Steuern pro Jahr, das muss reichen“, unterstrich Döring.

Obama und Xi verabreden verstärkte Zusammenarbeit

Die USA und China wollen im Kampf gegen den Klimawandel und im Streit über Nordkoreas Atomprogramm künftig stärker zusammenarbeiten. Beim Streitthema Cybersicherheit kamen sich US-Präsident Barack Obama und Chinas Staatschef Xi Jinping bei ihren achtstündigen Beratungen in Kalifornien allerdings nicht näher. Im Gegenteil: Obama warnte seinen Amtskollegen, dass andauernder Datenklau seitens der Chinesen das Verhältnis belasten werde.

Pjöngjang und Seoul einigen sich auf Ministergespräche

Nach heftigen Spannungen haben sich Süd- und Nordkorea laut Medienberichten grundsätzlich auf die Aufnahme von Ministergesprächen über Annäherungsschritte geeinigt. Die Gespräche könnten wie von Südkorea vorgeschlagen am Mittwoch in Seoul aufgenommen werden, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS am Sonntag unter Berufung auf Regierungsbeamte. Das letzte Treffen zwischen beiden Ländern auf Ministerebene liegt schon sechs Jahre zurück.