Außenpolitik

Obama will am Brandenburger Tor reden

Kein Auftritt im Bundestag geplant. Abendessen mit Kanzlerin Merkel

US-Präsident Barack Obama wird bei seinem Besuch in Berlin voraussichtlich nicht im Bundestag auftreten, sondern eine Rede vor dem Brandenburger Tor halten. Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist geplant, dass der amerikanische Präsident dort vor 5000 geladenen Gästen eine längere Ansprache hält. Zuvor sollen demnach Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen. „Ich gehe davon aus, dass ich den US-Präsidenten am Brandenburger Tor begrüßen werde“, sagte Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) der Berliner Morgenpost. Eine zweite Rede im Parlament scheide wohl aus Zeitgründen aus, hieß es in Regierungskreisen.

Berlin bereitet sich hinter den Kulissen auf die Ansprache des US-Präsidenten am Brandenburger Tor vor. Es gebe eine behördeninterne Anfrage, ob der Bezirk Mitte für einen solchen Auftritt Obamas eine Sondernutzungserlaubnis erteilen würde, sagte der Leiter des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes des Bezirks, Harald Büttner. Der US-Präsident und seine Frau Michelle werden am 18. und 19. Juni erwartet. Auf dem Programm des Arbeitsbesuchs steht auch ein Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck. Geplant ist ein Abendessen mit Merkel im Schloss Charlottenburg. Übernachten wird Obama im Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz.