Warnstreik

Zoo-Mitarbeiter legen erstmals Arbeit für höhere Löhne nieder

Erstmals in der Geschichte des Tierparks und des Zoologischen Gartens in Berlin haben Mitarbeiter für kurze Zeit ihre Arbeit niedergelegt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hatte die Beschäftigten für Sonntagmittag zwischen 12 und 14 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen.

Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich rund 100 der 430 Mitarbeiter an der Aktion. Sie versammelten sich vor dem Löwentor des Zoos am Hardenbergplatz in Charlottenburg zu einer Kundgebung. „Wir wollten Aufmerksamkeit, und das hat geklappt“, sagte Ver.di-Fachbereichsleiter Jürgen Stahl. Einschränkungen für Besucher oder Tiere seien nicht das vorrangige Ziel gewesen.

Ver.di fordert in den Tarifverhandlungen 6,7 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Bislang gab es drei Tarifverhandlungsrunden, zuletzt am 30. April. Die Arbeitgeberseite habe mit einer Erhöhung der Entgelte von jeweils 1,5 Prozent für 2013 und 2014 kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, so die Gewerkschaft.