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Frankreich: Massenproteste gegen die Homo-Ehe in Paris ++ Tadschikistan: Nach Luxushochzeit Kritik an tanzendem Staatschef ++ Vatikan: Benedikt XVI. ist nicht der Ghostwriter für Franziskus ++ Russland: Unterstützer von Pussy Riot erhält in Tschechien Asyl

Massenproteste gegen die Homo-Ehe in Paris

In Paris haben am Sonntag Hunderttausende Menschen gegen die Einführung der Homo-Ehe durch Präsident Francois Hollande demonstriert. Rund um den Invalidendom protestierten nach Polizeiangaben mehr als 150.000 Menschen gegen rechtliche Gleichbehandlung bei der Eheschließung. Die Veranstalter sprachen von rund einer Million Teilnehmern. Nach Ende der weitgehend friedlich verlaufenen Großkundgebung kam es am Abend zu Zusammenstößen zwischen Unruhestiftern und Sicherheitskräften

Nach Luxushochzeit Kritik an tanzendem Staatschef

Der autoritär regierende Staatschef von Tadschikistan hat Internetseiten sperren lassen, nachdem Kritiker sich über die angeblich zu üppige Hochzeit seines Sohnes mokiert hatten. Blogger in der Ex-Sowjetrepublik hatten mit Verweis auf ausgelassene Freudentänze von Emomali Rachmon geschrieben, der Präsident habe bei dem Fest wohl nicht nur Mineralwasser getrunken. Die Opposition in dem verarmten Hochgebirgsland in Zentralasien wirft Rachmon vor, umgerechnet 1,5 Millionen Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben.

Benedikt XVI. ist nicht der Ghostwriter für Franziskus

Der Vatikan hat die Behauptung zurückgewiesen, Benedikt XVI. verfasse für seinen Nachfolger Franziskus eine Enzyklika über den Glauben. „Ich dementiere, dass der emeritierte Papst im Begriff ist, eine Enzyklika zu schreiben, die dann von Papst Franziskus unterzeichnet wird“, sagte Sprecher Federico Lombardi am Wochenende. Zugleich bestätigte er, dass Franziskus ein Lehrschreiben zu diesem Thema vorbereite.

Unterstützer von Pussy Riot erhält in Tschechien Asyl

Wegen seines Einsatzes für die Punkband Pussy Riot hat ein russisch-orthodoxer Geistlicher in Tschechien Asyl erhalten. Der Diakon Sergej Baranow hatte in einem offenen Brief an den Moskauer Patriarchen Kyrill I. die unbarmherzige Haltung der Kirche gegenüber den Mitgliedern von Pussy Riot kritisiert. Daraufhin sei er ins Visier des Inlandsgeheimdienstes FSB geraten, sagte Baranow der Zeitung „Pravo“. Zwei junge Frauen der Punkband Pussy Riot sitzen wegen „Rowdytums“ in einer Kirche in Russland in Lagerhaft.