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Steuerflüchtlinge: Deutsche Behörden werten Offshore-Leaks-Daten aus ++ Kolumbien: Gauck würdigt Friedensbemühungen ++ Boston-Attentat: Onkel: Tamerlan Tsarnaev in Virginia beerdigt

Deutsche Behörden werten Offshore-Leaks-Daten aus

Das Bundesfinanzministerium bekommt Zugriff auf die Anfang April enthüllten „Offshore-Leaks“-Daten mit Angaben über weltweite Steuerflüchtlinge. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Freitag einen Vorabbericht der „Süddeutschen Zeitung“, wonach die USA, Großbritannien und Australien Deutschland 400 Gigabyte an Daten zur Verfügung stellen. Mit den drei Ländern, die direkten Zugriff auf die Daten hätten, arbeite Deutschland seit Langem in internationalen Steuersachen zusammen, sagte der Sprecher. Die Analyse der Unterlagen werde international koordiniert. Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge handelt es sich um mehr als zwei Millionen Dokumente. Die Unterlagen stammen von zwei Firmen, die auf die Errichtung von Offshore-Gesellschaften spezialisiert sind.

Gauck würdigt Friedensbemühungen

Bei seiner Kolumbien-Reise hat Bundespräsident Joachim Gauck die Bemühungen von Militär und Guerilla-Gruppen um Frieden gewürdigt. Mit Blick auf die im Herbst aufgenommenen Verhandlungen zwischen Regierung und der größten Guerilla-Gruppe Farc sagte Gauck laut Redemanuskript am Freitag in einer Rede an der Universität in Bogotá, dies sei ein „verheißungsvoller Weg“. Unterdessen stellte Kolumbiens Regierung Bedingungen für die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der zweitgrößten Guerillagruppe des Landes, der ELN.

Onkel: Tamerlan Tsarnaev in Virginia beerdigt

Tamerlan Tsarnaev, einer der beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston, ist gut drei Wochen nach seinem Tod laut einem Verwandten im US-Staat Virginia beerdigt worden. Das Grab des 26-Jährigen befinde sich auf einem Friedhof in der bei Richmond gelegenen Ortschaft Doswell, sagte Tamerlans Onkel Ruslan Zarni am Freitag. Die Bestattung sei von einer religiösen Vereinigung arrangiert worden. Einzelheiten zu der Gruppe nannte Zarni nicht. „Der Leichnam wurde beerdigt. Punkt“, erklärte er.