Flugverkehr

Politiker protestieren gegen dauerhaftes Offenhalten von Tegel

Politiker und Anwohner kritisieren eine mögliche Teileröffnung des Hauptstadt-Airports BER.

Sie fürchten, dass Flughafenchef Hartmut Mehdorn dadurch einen dauerhaften Betrieb von Tegel vorbereiten will. „Der neue Plan einer Teileröffnung erweckt den Eindruck, dass hier in Wahrheit der Betrieb von Tegel bis in alle Ewigkeit vorbereitet werden soll“, sagt Ramona Pop, Fraktionschefin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. „Eine schrittweise Eröffnung hätte für die Verantwortlichen nur den Vorteil, dass sie nun endlich ein rotes Band durchschneiden können.“ Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Potsdam, Rainer Genilke, erwartet von Mehdorn einen Plan, „ob ein sogenanntes Softopening betriebswirtschaftlich Sinn macht und planungsrechtlich überhaupt möglich ist“. Brandenburgs Ministerpräsident und BER-Aufsichtsratschef Matthias Platzeck (SPD) kündigte unterdessen an, nach der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch weitere Informationen über die Teileröffnung geben zu wollen.