Flüchtlinge

Bezirk und Landesamt streiten über neue Asyl-Notunterkunft

Im neuen Asylbewerberheim an der Oranienburger Straße in Reinickendorf sind die ersten Flüchtlinge eingezogen.

Die meisten von ihnen waren zuvor in einem Heim an der Wilmersdorfer Straße 67 in Charlottenburg untergebracht. Doch dort hat der Hauseigentümer Pläne für einen Hotelneubau. Dieser ist nach Auskunft des Bauamtes bereits genehmigt. Mittlerweile gebe es auch Anfragen, dort alternativ Wohnungen zu errichten. Das Bezirksamt Reinickendorf kritisiert unterdessen, dass das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) den Bezirk in seine Planungen nicht einbezogen habe. Das Haus 25 auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sei beschlagnahmt worden. Die Entscheidung, auf dem Vivantes-Gelände Asylbegehrende unterzubringen, sei „ohne jegliche Absprache mit dem und ohne Zustimmung des Bezirks erfolgt“, informierte Baustadtrat Martin Lambert (CDU) die Anwohner in einem Schreiben. Dem widerspricht das Lageso: Alle Betroffenen seien „umfangreich über die neue Notunterkunft“ informiert worden.