Standort

Schulplatzmangel: Berlins Europaschulen droht Zwangsumzug

Da den Bezirken sowohl Schulplätze als auch Geld für Neubauten fehlt, sollen Berlins Europaschulen nun Platz für Regelklassen machen.

So sind noch immer nicht alle Standorte der bilingualen staatlichen Europaschulen gesichert, unter anderem droht der deutsch-französischen Europaschule im Märkischen Viertel ein Umzug. Im Juni will die Bezirksverordneten-Versammlung darüber entscheiden, ob die Schule tatsächlich wie bisher geplant an den Stadtrand nach Heiligensee umziehen soll. Die Eltern wollen nun prüfen, ob eine Klage gegen die Verlagerung der Schule möglich wäre. Dem Senat hingegen würde diese Lösung gelegen kommen. „Wir müssen das Schulraumproblem lösen, es fehlen 300 Grundschulplätze im Bezirk“, beklagt die Bildungsstadträtin von Reinickendorf, Katrin Schultze-Berndt (CDU). Und da Schulneubauten nur mit fünf Jahren Vorlauf gebaut werden könnten, brauche es kurzfristig neue Schulplätze.