Sicherheit

Koalition streitet nach Boston über mehr Videoüberwachung

Nach dem Bombenanschlag von Boston streitet die schwarz-gelbe Koalition über schärfere Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland.

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) forderte eine Ausweitung der Video-Überwachung von öffentlichen Plätzen. „Die Ereignisse in Boston zeigen erneut, wie wichtig die Überwachung des öffentlichen Raums durch Videokameras für die Aufklärung schwerster Straftaten ist“, sagte Friedrich der „Bild am Sonntag“. „Deshalb arbeiten wir zum Beispiel auch mit der Bahn daran, die Videoüberwachung an den Bahnhöfen zu stärken.“ Auch der BKA-Chef Jörg Ziercke, betonte die Bedeutung der Videoüberwachung zur Aufklärung von Anschlägen. Die dramatische Ergreifung des mutmaßlichen zweiten Bomben-Attentäters hat in Boston und den USA für Jubel und Erleichterung gesorgt. Die Festnahme des schwer verletzten Dzhokhar Tsarnaev am Freitagabend befreite die Stadt aus einem tagelangen Albtraum. Es seien aber „noch viele Fragen offen“, sagte Präsident Barack Obama mit Blick auf die vorerst noch unklaren Motive der beiden in Tschetschenien aufgewachsenen jungen Männer.