Tarifverhandlungen

Keine Einigung im Tarifstreit: 500 Briefträger streiken

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden über Löhne und Gehälter bei der Post erhöht die Gewerkschaft Ver.di jetzt mit Warnstreiks den Druck.

Schon vom heutigen Mittwoch an werden Mitarbeiter in einzelnen Verteilzentren vorübergehend die Arbeit niederlegen. In Berlin hat die Gewerkschaft 500 Brief- und Paketzusteller aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Ein Teil der Kunden muss voraussichtlich bis Donnerstag auf die Post warten. Wie Ver.di am Dienstag mitteilte, treffen sich die Streikenden heute um 8.30 Uhr vor der Urania in Schöneberg. Welche Standorte genau bestreikt werden, gab die Gewerkschaft vorab nicht bekannt, um der Post möglichst wenig Reaktionszeit zu lassen. Die Post will trotzdem versuchen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, wie ein Sprecher mitteilte. Ver.di fordert für die 132.000 Tarifbeschäftigten bei der Post sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Außerdem sollen die Auszubildenden monatlich 65 Euro mehr verdienen.