SPD-Parteitag

Steinbrück kritisiert soziale Ungleichheit in Deutschland

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat auf dem Parteitag in Augsburg seinen Anspruch auf die Kanzlerschaft bekräftigt.

„Ich will Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden“, sagte Steinbrück am Sonntag in seiner Rede unter dem Beifall der gut 600 Delegierten. Es gehe darum, das Land „wieder ins Lot“ zu bringen. Die SPD wolle „für ein neues soziales Gleichgewicht bei guter wirtschaftlicher Entwicklung sorgen“, betonte der Kanzlerkandidat. Die Partei stehe für „mehr Wir und weniger Ich“. Zugleich beschwor Steinbrück den Zusammenhalt der Sozialdemokraten bei dem angestrebten Regierungswechsel: „Das schaffen wir nur gemeinsam.“ Er bedankte sich unter Anspielung auf seinen holprigen Start als Kanzlerkandidat für den Rückhalt, den er in den vergangenen Monaten von der Partei erfahren habe. Zur Politik der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte er: „Deutschland wird unter Wert regiert.“ Außerdem sprach er sich für Steuererhöhungen für Gutverdiener aus.