Lebensmittelskandal

Falsch deklariertes Pferdefleisch: Berliner Betrieb betroffen

Vom Skandal um falsch deklariertes Pferdefleisch aus den Niederlanden ist bislang ein Berliner Betrieb betroffen.

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz wurde der Name des Unternehmens am Donnerstag über das europäische Schnellwarnsystem gemeldet. Es handle sich um einen angesehenen Zulieferer, vor allem für Hersteller von Fertigprodukten, sagte eine Sprecherin. Das zuständige Bezirksamt sei informiert. Lebensmittelkontrolleure entnehmen nun bei der betroffenen Firma Proben und kontrollieren wiederum deren Lieferlisten. „Es ist bisher nicht bekannt, welche Chargen betroffen sind“, hieß es. Das Unternehmen könne die Ware bereits seit 2011 von dem niederländischen Hersteller bezogen haben. Die Senatsverwaltung wertet das Geschehen als Betrugsfall, eine Gesundheitsgefährdung bestehe nicht. Auch fünf Brandenburger Betriebe wurden beliefert. Es handele sich um Beimischungen von Pferdefleisch in Rindfleischprodukten, teilte das Verbraucherschutzministerium in Potsdam mit.