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Gesundheit: SPD will Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausdehnen ++ Landwirtschaft: Keine strengeren Kontrollen nach Schimmelpilz-Skandal ++ Uganda: Millionen-Kopfgeld auf Rebellenchef ausgelobt ++ Energiestudie: Industrie kann Versorgung mit Strom stabilisieren

SPD will Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausdehnen

Die SPD will die Lohnfortzahlung für kranke Arbeitnehmer in bestimmten Fällen verlängern. Sollte der Arbeitgeber kein funktionierendes Eingliederungsmanagement nach einer Krankheit anbieten, müsse die Lohnfortzahlung auf zwölf Wochen verdoppelt werden, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Anette Kramme, der „Rheinischen Post“. Die Abgeordnete wies darauf hin, dass der psychische Druck am Arbeitsplatz stetig zunehme. Die Regelungen zum Arbeitsschutz seien aber nicht angepasst worden.

Keine strengeren Kontrollen nach Schimmelpilz-Skandal

Die Affäre um mit Schimmelpilz belastete Tierfutterimporte wird keine strengeren Kontrollen nach sich ziehen. „Die Bundesregierung hat keinen Anlass, an der zureichenden Kontrolle von Import-Futtermitteln durch die zuständigen Behörden der Länder zu zweifeln“, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Anfang März war bekannt geworden, dass etwa 4700 Landwirte in mehreren Bundesländern mit 10.000 Tonnen Futtermais aus Serbien beliefert wurden, der mit dem krebserregenden Schimmelpilz Aflatoxin verseucht war.

Millionen-Kopfgeld auf Rebellenchef ausgelobt

Die USA haben ein Kopfgeld von bis zu fünf Millionen Dollar auf den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony ausgesetzt. Auch weitere Mitglieder von Konys Widerstandsarmee des Herrn (LRA), die den Norden Ugandas terrorisierte, stehen auf der Kopfgeld-Liste. Damit sind dort erstmals mutmaßliche Kriegsverbrecher aufgeführt, die vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gesucht werden. So unterstützen die USA indirekt die Arbeit des Tribunals, das sie nicht offiziell anerkennen.

Industrie kann Versorgung mit Strom stabilisieren

Mithilfe einer besseren Steuerung des Verbrauchs von Wind- und Solarstrom kann die Industrie dazu beitragen, die Stromversorgung in Deutschland zu stabilisieren. Das stellt eine Studie des Büros für Energiewirtschaft Aachen im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) und der Hannover Messe fest. Zudem gebe es ausreichend Kapazitäten in der Industrie, um genügend Speichertechnologien bereitzustellen und zu entwickeln. Als ein wichtiger Baustein wird eine stärkere Anpassung der Nachfrage an das Angebot gesehen.