Flughafen BER

Auf die Turbine folgt der Sprint

Flughafenchef Mehdorn will den Bau des BER mit einem Programm beschleunigen

Der neue Flughafenchef Hartmut Mehdorn will den Bau des Flughafens BER mit einem eigenen Projektteam beschleunigen. So sollen fortan unter dem Programm mit dem treffenden Titel „Sprint“ alle Maßnahmen zusammengefasst werden, mit denen der BER schneller in Betrieb genommen werden soll.

Mehdorn mag offensichtlich Programme mit eingängigen Namen. Als er noch Chef von der Fluggesellschaft Air Berlin war, legte er ein Sparprogramm mit dem Titel „Turbine“ auf. Zum neuen „Sprint“-Programm für den BER gehören die noch anstehenden Bauarbeiten ebenso wie Genehmigungen, der Probebetrieb und der Umzug an den BER. Derzeit führt Mehdorn Gespräche mit möglichen Mitarbeitern dieses neuen Teams. So hat er sich in den vergangenen Wochen unter anderem mit Meinhard von Gerkan, dem Architekten des BER, getroffen. Dem Team soll künftig auch der frühere Chefplaner des Berliner Hauptbahnhofs und des Bahnprojekts Stuttgart21, Hany Azer, angehören. Der Chef des Flughafens Paderborn, Elmar Kleinert, hat angeblich bereits zugesagt. Ein weiterer Kandidat soll Hans-Joachim Paap sein, der Chef der Planungsgemeinschaft PG BBI. Dem Gemeinschaftsunternehmen gehören die Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP) und JSK an. Ihnen wurde im vergangenen Jahr fristlos gekündigt, nachdem die für Juni 2012 geplante Eröffnung des BER abgesagt worden war.