Bühne

Barenboim peitscht im Schiller-Theater die „Götterdämmerung“ ein

Richtig los, auch inszenatorisch, geht diese „Götterdämmerung“ im Schiller-Theater erst mit dem zweiten Akt.

Mit den Verfluchungen der Brünnhilde Irène Theorin hingefeuert, wie wohl noch kein anderer hochdramatischer Sopran in Berlin seit vielen Jahren. Auch die Inszenierung von Guy Cassiers gewinnt an Energie. Und die Aufführung bleibt der von Wagner finster visierten Tragödie treu. Barenboim und sein Orchester halten, was sie von Anfang an versprachen. Die Sängerbesetzung lässt manches zu wünschen übrig. Aber so sind die Tragödien nun mal. Der Musikkritiker hat viel bestaunt, vor allem die Energie, die Barenboim am Dirigentenpult der Aufführung einpeitscht.