Flugverkehr

„Tegel muss noch zwei Jahre durchhalten“

Der Präsident des Bundesverbands der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, rechnet mit deutlich höheren Investitionen in den Flughafen Tegel als derzeit vom Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft geplant.

Diese will höchstens 20 Millionen Euro in die Sanierung des innerstädtischen Airports stecken. Siegloch bezeichnete dies im Gespräch mit der Berliner Morgenpost als „absolute Untergrenze“. Vor allem die Gepäckausgabe und sanitären Anlagen müssten dringend aufgebessert werden. Er ist skeptisch, ob dieser Betrag wirklich reichen wird. „Zumal es ganz danach aussieht, als ob Tegel noch mindestens zwei Jahre durchhalten muss.“

Siegloch vertritt die Interessen der Luftverkehrsbetriebe in Deutschland. Ihnen sei durch die verschobene BER-Eröffnung voraussichtlich ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden, sagte der BDL-Präsident weiter. Diesen werden sie auch bei der Flughafengesellschaft geltend machen. Beim Nachtflugverbot will er Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) nicht entgegenkommen. Platzeck hatte überraschend angekündigt, sich für mehr Nachtruhe am BER einsetzen zu wollen. „Die für den BER vorgesehenen Flugzeiten sind bereits ein Kompromiss", sagte Siegloch dagegen.