Englisches Königshaus

Prinz Charles fährt bald einen Bond-BMW

Hätte Camilla bloß das Fenster zugemacht vor zweieinhalb Jahren. Dann hätte Prinz Charles diesen Ärger jetzt nicht. Im Herbst 2010 waren der britische Thronfolger und seine Ehefrau mit ihrem Jaguar mitten in eine gewalttätige Demonstration gegen höhere Studiengebühren geraten. Farbbomben und Flaschen prasselten auf den Wagen ein. Durch ein offenes Fenster attackierte ein Randalierer Camilla mit einer Holzlatte.

Zu viel Aufregung für Scotland Yard – ein ordentliches Auto musste her. Und wer baut die besten Autos? The Germans, genau. Wie die altehrwürdige „Times“ berichtet, ließ sich die Londoner Polizei bereits im Dezember eine Spezialanfertigung des BMW 760 liefern. Das James-Bond-artige Gefährt soll künftig Prinz Charles als Dienstwagen dienen. Für die Royals kommt das immerhin einem Tabubruch gleich: Bislang fuhr man im Hause Windsor zu offiziellen Anlässen ausschließlich englische Fabrikate. Allerdings: Deutsche Autos kauften sich die Royals gern privat, hauptsächlich Audi.

Der BMW für Prinz Charles erinnert sehr an die Dienstwagen von Agent 007. Nachtsichtgerät, Fernsteuerung aus 150 Meter Entfernung, Maschinengewehre – alles eingebaut. Fängt das Auto Feuer, löscht es den Brandherd automatisch. Sensoren schlagen Alarm, sollten sich giftige Gase im oder außerhalb des Autos befinden. Automatisch schließen sich alle Fenster.

Durch einen speziellen Sauerstofftank wird der Innenraum mit frischer Luft versorgt. Mikrofone erlauben den Insassen, mit Menschen außerhalb des Wagens zu sprechen. Also sollte es nun auch für Camilla nicht mehr viele Gründe geben, das Fenster aufzumachen.