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Außenminister: Guido Westerwelle trauert um seinen Vater ++ Schavan-Nachfolge: NRW-CDU fühlt sich von Merkel benachteiligt ++ Ägypten: Proteste am zweiten Jahrestag der Revolution

Guido Westerwelle trauert um seinen Vater

Der Vater von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist in der Nacht zum Montag gestorben. Der Minister, der zum Abschluss seiner Südostasienreise am Montag in Indonesien war, sagte nach einem Gespräch mit seinem Kollegen Marty Natalegawa alle weiteren Termine ab, wie sein Sprecher mitteilte. Vorgesehen waren noch ein Wirtschaftsdialog unter anderem mit dem indonesischen Handelsminister Gita Wirjawan und ein Antrittsbesuch beim neuen Generalsekretär der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) Le Luong Minh. Der Minister wollte am Abend einige Stunden vor der geplanten Abreise frühzeitig nach Deutschland zurückkehren.

NRW-CDU fühlt sich von Merkel benachteiligt

In der nordrhein-westfälischen CDU herrscht offenbar Unmut, weil der größte Landesverband nach dem Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in der Nachfolgefrage unberücksichtigt blieb. Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die scheidende Bildungsministerin von Niedersachsen, Johanna Wanka (CDU), zur Schavan-Nachfolgerin zu ernennen, habe für Ärger in der NRW-CDU und bei der NRW-Landesgruppe im Bundestag gesorgt, berichtet die „Rheinische Post“. Die NRW-CDU ist seit der Entlassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Mai 2012 nur noch mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla im Bundeskabinett vertreten.

Proteste am zweiten Jahrestag der Revolution

Am zweiten Jahrestag des Sturzes von Ägyptens langjährigem Machthaber Husni Mubarak ist es in Kairo zu heftigen Krawallen gekommen. Dutzende Gegner des Mubarak-Nachfolgers Mohammed Mursi warfen Steine auf den Präsidentenpalast. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Zuvor waren Tausende Demonstranten friedlich durch die ägyptische Hauptstadt gezogen. Sie warfen Mursi und den islamistischen Muslimbrüdern vor, die Ideale der Revolution von 2011, die Mubarak nach drei Jahrzehnten an der Macht zu Fall brachte, zu verraten und ein Machtmonopol anzustreben. Ägypten steckt seit Wochen in einer tiefen innenpolitischen Krise. Immer wieder kommt es zu Massendemonstrationen.