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Schavan-Affäre: Mehrheit sieht Schaden für Union

Nach dem Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hofft die Union, eine drohende schwere Belastung wenige Monate vor der Bundestagswahl abwenden zu können.

Der Rücktritt ist weitgehend als konsequent beurteilt worden. Politiker und Wissenschaftler zollten Schavan Respekt für ihre Entscheidung. Laut einer Umfrage der „Bild am Sonntag“ sieht aber eine Mehrheit der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die CDU durch die Affäre beschädigt. Schavan hatte vier Tage nach dem Entzug ihres Doktortitels am Sonnabend ihren Abgang mit dem Respekt vor dem Amt begründet. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler betragen die bislang erworbenen Versorgungsansprüche aus der Zeit der 57-jährigen CDU-Politikerin in Berlin aktuell rund 6200 Euro im Monat. Dabei werden ihre Tätigkeiten als Bundesministerin und als Bundestagsabgeordnete miteinander verrechnet. Ausgezahlt werden diese frühestens mit 60 Jahren. Dazu kommt noch ein Pensionsanspruch von derzeit rund 7000 Euro aus ihrer Tätigkeit als Kultusministerin in Baden-Württemberg.