Kriminalität

Mitarbeiterin betrügt Berliner Jobcenter um 280.000 Euro

Im Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg hat sich der wohl größte bekannte Betrugsversuch einer Mitarbeiterin ereignet.

Eine Beschäftigte aus der Leistungsabteilung hat über neun Monate zwischen Februar und November 2012 rund 280.000 Euro auf ihr eigenes Konto gelenkt. Die Staatsanwaltschaft Berlin bestätigte der Berliner Morgenpost, dass gegen die Frau wegen der Vorwürfe des Betruges und der Untreue ermittelt wird. Zwischenzeitlich saß sie auch in Untersuchungshaft, aktuell genießt sie jedoch wegen ihres angegriffenen psychischen Zustandes Haftverschonung. Die Täterin hat nach Angaben der Ermittler zahlreiche „Leistungsvorgänge“ und Arbeitslose erfunden, um die Zahlung dann an sich selbst zu überweisen. Jobcenter-Geschäftsführer Stephan Felisiak sagte, die Frau sei mit großer krimineller Energie vorgegangen. Sie habe offenbar auch viel Glück gehabt, dass sie so lange unbemerkt agieren konnte. Normalerweise müsste solches Vorgehen wegen der Kontrollmechanismen früher auffallen. Der Mitarbeiterin sei fristlos gekündigt worden.