Verbraucher

Gerichtsvollzieher holen sich Daten künftig online

Seit dem 1.Januar dieses Jahres haben Gerichtsvollzieher das Recht, persönliche Daten über Schuldner einzuholen, die weit über das hinausgehen, was bisher möglich war.

Sie können sowohl bei Banken, dem Arbeitgeber sowie der Rentenversicherung Auskunft über einen Schuldner verlangen. Es ist die erste umfassende Reform des Zwangsvollstreckungsrechts seit dem Jahr 1879. An die Stelle der früheren eidesstattlichen Versicherung tritt nun eine sogenannte Vermögensauskunft. Die muss jeder Schuldner zu Beginn eines Verfahrens abgeben. Sie wird auf einem zentralen Portal gespeichert. Auf diese Art kann der früher obligatorische Hausbesuch des Gerichtsvollziehers abgewendet werden. Datenschützer sehen die neuen Befugnisse der Gerichtsvollzieher kritisch.