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Todesfall: Chefaufklärer im Fall Guttenberg verunglückt ++ Wahlrecht: Bundestag könnte mehr als 800 Abgeordnete umfassen

Chefaufklärer im Fall Guttenberg verunglückt

Trauer um den Präsidenten der Universität Bayreuth: Rüdiger Bormann wurde am Sonntag beim Joggen in Köln von einer Stadtbahn erfasst und tödlich verletzt, wie die Hochschule am Montag bestätigte. Der 60-jährige Physikprofessor war seit 1.April 2009 Präsident der Uni Bayreuth. Er hatte sich 2011 bundesweit einen Namen gemacht, als die Hochschule dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) wegen vorsätzlichen Täuschens in seiner Dissertation den Doktortitel entzog. Bormann war den Angaben zufolge privat zu Besuch in Köln. „Wir sind sehr traurig über den Verlust. Er wird in unserem Team, das durch großes gegenseitiges Vertrauen geprägt ist, sehr fehlen“, erklärte der Kanzler der Universität, Markus Zanner.

Bundestag könnte mehr als 800 Abgeordnete umfassen

Führende Staatsrechtler erwarten eine drastische Aufblähung des nächsten Bundestages. Die Neuregelung des Wahlrechts könne dazu führen, dass im neuen Parlament statt bislang 620 über 800 oder sogar noch mehr Abgeordnete sitzen werden, erklärten Experten bei der Anhörung zu dem Gesetzentwurf im Innenausschuss des Parlaments. Sie forderten den Gesetzgeber auf, möglichst noch in dieser Wahlperiode dafür zu sorgen, dass die Zahl der Abgeordneten zumindest im übernächsten Bundestag wieder auf etwa 600 sinkt. Nach dem von Union, FDP, SPD und Grünen gemeinsam vorgelegten Wahlgesetz werden künftig Überhangmandate vollständig durch Ausgleichssitze neutralisiert. Mit dieser Lösung wurde ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Die Zuteilung dieser Ausgleichsmandate auf alle Landeslisten erfolgt durch ein kompliziertes Verteilungsverfahren.