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Air-Berlin-Chef Mehdorn geht

Nachfolger Wechsel an der Spitze von Air Berlin: Hartmut Mehdorn ist überraschend nach 15 Monaten als Chef der Fluggesellschaft zurückgetreten. Nachfolger soll Wolfgang Prock-Schauer werden, bisher Strategievorstand der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach der Lufthansa. Der 70-jährige Mehdorn, der als Übergangschef galt, bleibt Air Berlin jedoch als einfaches Verwaltungsratsmitglied erhalten, wie das Unternehmen meldete.

Verluste Der 56-jährige Österreicher Prock-Schauer, der erst im Herbst von der ehemaligen Lufthansa-Tochter British Midland zu Air Berlin gekommen war, muss bei Air Berlin das Sanierungsprogramm Turbine 13, das Mehdorn noch aufgelegt hat, umsetzen. So soll das Fluggeschäft wieder in die Gewinnzone kommen. Die Fluggesellschaft leidet unter dem harten Konkurrenzkampf in Europa. In diesem Jahr soll sich Air Berlin von Flugzeugen trennen und die Flotte auf 138 Maschinen schrumpfen, die Abläufe sollen weiter gestrafft werden. Kommt es wie geplant, werden wohl mindestens 500 Vollzeitarbeitsplätze wegfallen. Derzeit arbeiten rund 9300 Beschäftigte bei dem Unternehmen.

Heimat Air Berlin ist für die Entwicklung des neuen Flughafens BER recht wichtig. Das Unternehmen hat Berlin als Heimatbasis und will den Standort ausbauen. Air Berlin ist Mitglied der weltweiten Luftfahrtallianz Oneworld.