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Dreikönigstreffen der FDP: Niebel greift erneut Rösler an

Der FDP ist es bei ihrem traditionellen Dreikönigstreffen nicht gelungen, ihre Personalquerelen hinter sich zu lassen.

Entwicklungsminister Dirk Niebel wiederholte vielmehr seine Kritik an der Führungsmannschaft um Parteichef Philipp Rösler und forderte eine neue Aufstellung. „So wie jetzt kann es mit der FDP nicht weitergehen“, sagte Niebel im Stuttgarter Staatstheater. „Es zerreißt mich innerlich, wenn ich den Zustand meiner Partei sehe.“ Seit Tagen mehren sich intern Stimmen, die einen Rücktritt von Rösler fordern. Die Liberalen kämpfen vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar mit Umfragewerten von unter fünf Prozent. Seit Langem deuten zudem fast alle Umfragen auf das Ende ihrer Regierungsbeteiligung im Bund. Führende FDP-Politiker hatten dazu aufgerufen, die Störfeuer aus den eigenen Reihen zu beenden. Nun droht sich die Selbstzerfleischung fortzusetzen. Rösler rief seine Kritiker zur Ordnung. „Zur Glaubwürdigkeit gehört, Positionen zu beziehen und Haltung zu zeigen. Aber Glaubwürdigkeit ist immer auch eine Frage des Stils, der Fairness, der Solidarität.“