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USA: Ratingagenturen setzen Washington unter Druck ++ Justiz: Großeltern schulden Enkeln nur in Ausnahme Unterhalt ++ 2012: 160 Milliarden Dollar Schäden durch Naturkatastrophen ++ Kanzlergehalt: Seehofer: Steinbrück agiert „tollpatschig“

Ratingagenturen setzen Washington unter Druck

Nach dem mühsamen Kompromiss zum US-Haushalt stehen die Politiker in Washington vor ihrer eigentlichen Bewährungsprobe: Sie müssen mit dem Schuldenmachen aufhören. Andernfalls droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Damit drohen die großen Ratingagenturen. Moody’s und Standard & Poor’s kritisierten den Kompromiss als nicht ausreichend. Die USA haben bereits zum Jahresende die gesetzlich festgelegte Obergrenze bei den Schulden von 16,4 Billionen Dollar (12,4Billionen Euro) erreicht.

Großeltern schulden Enkeln nur in Ausnahme Unterhalt

Großeltern können nicht zum Unterhalt ihrer Enkel verpflichtet werden, wenn mindestens ein Elternteil voll erwerbsfähig ist. Großeltern hafteten für unterhaltsbedürftige minderjährige Kinder nur nachrangig nach den Eltern, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Ihre Unterhaltspflicht komme erst in Betracht, wenn der Vater und die Mutter der Kinder leistungsunfähig seien oder einem von beiden unter besonderen Voraussetzungen eine Erwerbstätigkeit nicht zuzumuten sei (Az.: II-6 WF 232/12).

160 Milliarden Dollar Schäden durch Naturkatastrophen

Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr weltweite Schäden von 160 Milliarden US-Dollar verursacht. Dabei waren der Hurrikan „Sandy“ mit 50 Milliarden Dollar und die US-Dürre mit 20 Milliarden Dollar die teuersten Katastrophen 2012, wie der Rückversicherer Munich Re mitteilte. Insgesamt fiel die Schadensbilanz deutlich glimpflicher aus als 2011, das von Rekordschäden aus den Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie den Überschwemmungen in Thailand geprägt war. Damals hatten die Gesamtschäden rund 400 Milliarden Dollar betragen.

Seehofer: Steinbrück agiert „tollpatschig“

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht für unterbezahlt. Der CSU-Vorsitzende sagte der „Bild“-Zeitung, Merkel verdiene „angemessen“. Der Vorstoß des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zu dem Thema sei „ausgesprochen tollpatschig“ gewesen. Seehofer fügte hinzu, die SPD habe sich „für den falschen Kandidaten entschieden“. Er spottete: „Peer Steinbrück war der Wunschkandidat auch der bayerischen SPD – inzwischen ist es auch der Wunschkandidat der CSU.“