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Obama bricht wegen US-Haushaltsstreit seinen Urlaub ab

Nach kurzer Weihnachtspause startet in Washington der letzte Anlauf, den US-Haushaltsstreit beizulegen.

Präsident Barack Obama kehrt vorzeitig aus seinem Familienurlaub auf der Insel Hawaii zurück, um die Verhandlungen voranzutreiben, wie das Präsidialamt am Mittwoch mitteilte. Bis zum 1. Januar 2013 muss Obama sich mit den Republikanern auf einen Etat-Kompromiss geeinigt haben, sonst treten automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Diese sogenannte Fiskalklippe schreckt vor allem die Finanzmärkte, weil sie die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. Bei den Einigungsbemühungen konzentriert sich Obama nun auf den Senat, in dem seine Demokraten die Mehrheit haben. Zuletzt hatten Lagerkämpfe der im Repräsentantenhaus dominierenden Republikaner die Verhandlungen aus der Spur gebracht. Mit buchhalterischen Methoden will US-Finanzminister Timothy Geithner rund 200 Milliarden Dollar einsparen und den Parteien so etwa zwei Monate mehr Zeit für die Beilegung des Haushaltsstreits verschaffen.