Haushalt

BER wird laut Experte 100 Millionen Euro Verlust machen

Der künftige Hauptstadtflughafen BER wird pro Jahr Verluste von 100 bis 200 Millionen Euro machen – das prognostiziert der Buchautor Frank Welskop im Interview mit der Berliner Morgenpost.

Grund seien die zu geringen Umsätze pro Passagier, sagte Welskop. Diese lägen weit unter dem Durchschnitt anderer Verkehrsflughäfen in Deutschland. Weil die Verantwortlichen zu sehr auf „Billigflieger“ setzen und viele Flüge nur Kurzstrecken abdecken würden, folge man am BER einem falschen Konzept. Welskop spricht von einem „systematischen Versagen“ der Politik.

Der Flughafen komme außerdem zu spät. Welskop bemängelt: „Die Kapazitätsgrenze von 27 Millionen Passagieren ist jetzt schon fast erreicht. Gleichzeitig geht man aber für die Kalkulation von einem weiteren starken Passagierwachstum aus, obwohl man weiß, dass durch Kapazitätsgrenzen in zwei Jahren Schluss ist mit dem Wachstum auf dem BER.“ Der BER, sagte Welskop, werde das Gegenteil einer Jobmaschine.