Forschung

Im Wald lösen sich alle Probleme in Luft auf

Studie: Aufenthalt in der Natur beflügelt messbar das kreative Denken

Schön wär’s ja schon: Am Wochenende mal eben in die Natur fahren, die Beine ausstrecken, durchatmen und dabei alle liegen gebliebenen Probleme der vergangenen Woche lösen. Das ist etwas plakativ formuliert – aber eine gerade erschienene Studie im Online-Journal „PLoS One“ stellt es genauso dar: Ein längerer Aufenthalt in der Natur soll messbar das kreative Denken verbessern. Den US-amerikanischen Forschern um Ruth Atchley von der University of Kansas zufolge schnitten Rucksackwanderer, die vier bis sechs Tage lang durch die Natur streiften, bei einem Test, der kreatives Problemlösen misst, deutlich besser ab als Wanderer, denen man den Test schon vor ihrer Tour gegeben hatte. Diese beantworteten im Schnitt vier Fragen von zehn richtig, während jene, die an Tag vier ihrer Tour waren, durchschnittlich sechs Fragen richtig lösen konnten. „Das zeigt, dass es reale, messbare kognitive Vorteile gibt, wenn wir Zeit in der Natur verbringen“, schreiben die Forscher.

Das leuchtet intuitiv ein – denn dass die Natur positive Effekte auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Menschen hat, haben bereits viele andere Studien gezeigt. „PLoS One“, so verrät die Web-Seite, veröffentlicht alle Studien, die „technisch solide“ sind, also richtig berechnet. Über die Relevanz der Arbeit aber soll die Öffentlichkeit entscheiden.