Bildung

Deutsche Schüler – gutes Mittelfeld

Deutsche Grundschüler behaupten sich beim Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich im oberen Drittel.

Das geht aus den Vergleichsstudien Timss und Iglu hervor. An ihnen nahmen in Deutschland rund 4600 Schüler an Grund- und Förderschulen teil. Demnach liegen die Schüler über dem EU-Mittelwert, wie der Leiter des Dortmunder Instituts für Schulentwicklungsforschung, Wilfried Bos, erläuterte. Allerdings hängt der Bildungserfolg weiterhin vom sozialen Hintergrund ab, und jedes fünfte Kind in Mathematik und Naturwissenschaften gilt als „Risikoschüler“. Kinder aus Migrantenfamilien hätten sich insgesamt verbessert.

„Die hohe Position ist gehalten worden“, bewertete Bos das überwiegend gleich gebliebene Leistungsniveau der Schüler in den vergangenen zehn Jahren. Grundsätzlich jedoch würden schwache Schüler ebenso wie starke Schüler zu wenig gefördert.

Beim Lesen konnten sich Grundschulkinder laut Studie in den vergangenen zehn Jahren nicht verbessern und liegen damit weiterhin deutlich hinter Russland und den USA sowie Finnland, Nordirland und Dänemark. Sie seien zwar hoch motiviert, allerdings mangele es an der Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten. Dies führe zu Schwierigkeiten an weiterführenden Schulen. Die Untersuchung zu Mathematik und Naturwissenschaften ergab ebenfalls keinen Hinweis auf Verbesserungen. Die Viertklässler lagen aber „signifikant“ über dem Mittelwert der OECD und den EU-Staaten.