Familie

Schulessen soll künftig mehr kosten

Bildungssenatorin: Für eine Mahlzeit werden bald 3,25 Euro fällig

Das Schulessen für Grundschüler soll künftig teurer werden. Vorgesehen ist ein Festpreis von 3,25 Euro pro Tag. Das geht aus dem Konzept zur Qualitätsverbesserung des Schulessens hervor, das Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses vorgelegt hat. Bisher kostete das Essen etwa zwei Euro.

Der Wettbewerb der Caterer soll nach den Vorstellungen der Senatorin nicht mehr über den Preis, sondern über die Qualität des Essens entschieden werden. Für Kinder, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, soll das Schulessen pro Tag nach wie vor nur einen Euro kosten.

Mit dem einheitlichen Preis von 3,25 Euro würde sich der Elternanteil von 23 Euro auf 37,50 Euro pro Monat erhöhen. Das Konzept zum Schulessen soll für rund 80.000 Grundschüler an den gebundenen und offenen Ganztagsschulen in Berlin gelten. Wird der Vorschlag der Senatorin umgesetzt, muss in Zukunft auch das Land mehr zur Finanzierung des Schulessens beitragen. Der Landesanteil würde sich von 10,4 Millionen Euro auf 16,9 Millionen Euro pro Jahr erhöhen.

Scheeres will außerdem gesetzlich regeln, dass jede Schule und die Eltern bei der Auswahl sowie der Kontrolle des Schulessens mitbestimmen können. Dazu ist eine Änderung des Schulgesetzes nötig. Seit Jahren wird in Berlin über die Qualität des Schulessens diskutiert. Die Lage hatte sich kürzlich verschärft, als mehrere große Caterer sich geweigert hatten, zu Konditionen von zwei Euro ein Angebot zu machen. Zu diesem Preis seien die geforderten Qualitätsstandards nicht mehr einzuhalten, erklärte der Verband der Berliner Caterer.