Zeitumstellung

Wann wird es endlich immer Sommer?

Kurioser Antrag beim Grünen-Parteitag: Sommer- und Winterzeit sollen abgeschafft werden

Nach der Zeitumstellung schläft man schlechter. Es gibt beim Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit keine Energieeinsparung, und Milchkühe lassen sich nur unter Mühen und Muhen an veränderte Melkzeiten gewöhnen. Gründe genug für den hessischen Grünen-Politiker Philipp Schmagold, beim Bundesparteitag der Grünen in einer Woche den Antrag zu stellen, dass die ärgerliche Zeitumstellung mit Winterzeit und Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) wieder abgeschafft werden soll.

Allerdings lässt Schmagold es offen, welche ganzjährige Einheitszeit denn dann seiner Meinung nach gelten soll. Er stellt zwei Varianten zur Wahl: Entweder die jetzt in diesen Monaten gültige, astronomisch korrekte Winterzeit oder die MESZ, bei der die Sonne erst um 13 Uhr ihren höchsten Stand erreicht. Würden die Grünen für eine permanente MESZ stimmen, könnte man keinem Kind mehr ohne Argumentationsverrenkungen erklären, dass unsere Zeiteinteilung auf dem Stand der Sonne beruht. Und die Grünen liefen Gefahr, sich böse Witze über notorische Verzögerung einzuhandeln. Nach dem Motto: So wie bei den Grünen der höchste Sonnenstand immer erst eine Stunde später stattfinden soll, so werden sie nicht schon 2013, sondern erst vier Jahre später wieder mit der SPD an die Regierung kommen.