Nebenverdienst

Steinbrück spendet doch

SPD-Kanzlerkandidat gibt Stadtwerke-Honorar an soziale Einrichtungen

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will das umstrittene Honorar der Bochumer Stadtwerke von 25.000 Euro spenden. Steinbrück habe die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) um die Adressen von drei sozialen Einrichtungen gebeten, an die er das Geld anteilig überweisen könne, hieß es aus SPD-Kreisen. Er wolle mit der Spende ein „gütliches“ Ende setzen. Der Ex-Bundesfinanzminister hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren rund 1,25 Millionen Euro brutto mit Reden und öffentlichen Auftritten eingenommen.

Oberbürgermeisterin Scholz teilte mit, der „Atriumtalk“, für den Steinbrück das Honorar erhalten hatte, solle eingestellt werden. Personelle Veränderungen bei den Stadtwerken seien aber nicht geplant. Dafür trennten sich die Stadtwerke von einer Medienagentur. In dem Streit ging es darum, ob Steinbrück vor der Veranstaltung gebeten worden war, das Honorar zu spenden. Steinbrück erklärte, es sei von einer Spende nie die Rede gewesen. Dies sei durch die Unterlassungserklärung der Stadtwerke klargestellt worden. Dennoch müsse er anerkennen, dass es in dem Streit auch „eine andere Wahrnehmung als bei mir“ gegeben habe, sagte er der „Bild“-Zeitung. In Umfragen ist Steinbrück unterdessen klar hinter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurückgefallen.