Gewalt

Vietnamese von Unbekannten am Alex zusammengeschlagen

Bei einem gewaltsamen Angriff in Mitte ist in der Nacht zum Sonntag ein 20 Jahre alter Vietnamese durch Unbekannte lebensgefährlich verletzt worden.

Bei Eintreffen der Rettungskräfte war der Mann bereits tot, konnte allerdings reanimiert werden und wird nun auf der Intensivstation behandelt. Die Ärzte dort geben ihm aber kaum Überlebenschancen. Bis Redaktionsschluss mühten sich die Mediziner um ihn.

Der junge Mann hatte zusammen mit zwei Freunden den Abend auf einer Geburtstagsparty verbracht, gegen 4 Uhr gingen die drei durch die Rathausstraße. Die Begleiter setzten den alkoholisierten 20-Jährigen auf einen Stuhl, um ein Taxi zu rufen. Wenig später attackierte ihn zunächst ein Mann grundlos und schlug ihn zu Boden, kurz darauf traten mindestens sechs noch Unbekannte vor allem auf den Kopf des Wehrlosen ein. Auch sein ihm zu Hilfe eilender Freund wurde ins Gesicht geschlagen, bevor sich die Gruppe schließlich entfernte. Bei ihnen soll es sich laut Zeugenaussagen um Araber oder Türken handeln. Ersten Erkenntnissen nach sollen sie sich zuvor in einem Klub am Alexanderplatz aufgehalten haben. Die Gewerkschaft der Polizei spricht in diesem Zusammenhang von einer zunehmend sinkenden Hemmschwelle zum Einsatz von körperlicher Gewalt. Der Vorsitzende des Innenausschusses des Abgeordnetenhauses, Peter Trapp, fordert von der Justiz abschreckende Urteile.