Konflikt

Türkischer Jet drängt syrischen Hubschrauber ab

Neuer Vorfall verschärft den Konflikt zwischen den beiden Ländern. Ankara rüstet weiter auf

Ein neuer feindseliger Zwischenfall an der Grenze hat die Spannungen zwischen der Türkei und Syrien am Freitag weiter verschärft. Die türkische Luftwaffe setzte nach Angaben eines Offiziellen ein Kampfflugzeug ein, um einen syrischen Hubschrauber abzudrängen. Nach Informationen der Zeitung „Hürriyet“ verlegte die türkische Armee inzwischen mindestens 250 Panzer an die Grenze zu Syrien. Der syrische Hubschrauber hat sich türkischen Medienberichten zufolge aus der Türkei der Grenze genähert, um die von Rebellen kontrollierte syrische Stadt Asmarin zu bombardieren. Daraufhin sei das türkische Kampfflugzeug vom Stützpunkt im südöstlichen Diyarbakir gestartet und habe den Kampfhubschrauber abgedrängt.

In der vergangenen Woche war der Konflikt an der Grenze eskaliert, nachdem syrische Artilleriegeschosse in dem türkischen Ort Akcakale einschlugen und fünf Zivilisten töteten. Das Parlament in Ankara hatte daraufhin grundsätzlich grünes Licht für Militäreinsätze im Nachbarland gegeben. Laut „Hürriyet“, die sich auf Militärkreise beruft, laufen die Planungen für eine mögliche Intervention auf Hochtouren. Demnach sind die Planer zu dem Schluss gekommen, dass sich die relativ flache Gegend um Akcakale gut für einen Panzerangriff eignen würde. Dem Bericht zufolge sehen die Überlegungen vor, einen Panzereinsatz durch Luftangriffe auf syrische Stellungen vorzubereiten.