Sicherheit

Sächsische Behörden waren ganz nah am NSU-Trio dran

Sächsische Sicherheitsbehörden haben eine im Mai 2000 durchgeführte Abhörmaßnahme gegen die Mitglieder der Neonazi-Zelle NSU und deren Umfeld erst im November 2010 abgeschlossen.

Das geht aus streng geheimen Akten hervor, von denen die Berliner Morgenpost erfuhr. Damit waren die Rechtsextremisten länger als bisher bekannt im Visier des Verfassungsschutzes. Die Sachsen nahmen bereits im Überwachungsantrag Ziele des NSU überraschend genau vorweg: „Die Betroffenen stehen im Verdacht, Mitglieder einer Vereinigung zum Begehen von Straftaten gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung und schwerer rechtsextremistischer Straftaten zu sein und drei flüchtige Straftäter in der Illegalität zu unterstützen.“