Personalien

SPD-Spitze nominiert Steinbrück zum Kanzlerkandidaten

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieht Regierungschefin Angela Merkel (CDU) bei der Bekämpfung der Krise in der Euro-Zone auf falschem Kurs.

„Die Generallinie lautet: Es werden nur Symptome bekämpft. Es werden aber nicht die Ursachen angegriffen“, sagte Steinbrück am Montag nach der Sitzung des SPD-Vorstandes. Als Beispiel nannte er die Gefahr durch marode Banken und zu viel Macht der Finanzmärkte. Zuvor war der ehemalige Bundesfinanzminister vom SPD-Vorstand einstimmig zum Kanzlerkandidaten nominiert worden. Man müsse bei der Bankenregulierung sehr viel ehrgeiziger vorgehen, als es die Bundesregierung tue, sagte Steinbrück. Als Beispiel nannte der 65-Jährige, der von einem SPD-Parteitag im Dezember noch offiziell als Kanzlerkandidat nominiert werden muss, eine stärkere Kontrolle von Hedgefonds (Finanzinvestoren). Bei Merkel wisse man nie, wo man lande. Sie fahre immer nur auf Sicht, so Steinbrück. „Wir brauchen auch Perspektiven und eine wertegeleitete Politik“, sagte er. Die Kanzlerin betreibe nur kurzfristiges Krisenmanagement.