Terror

Ausschreitungen gegen US-Einrichtungen im Nahen Osten

Die antiamerikanischen Angriffe im Nahen Osten weiten sich aus.

Hunderte aufgebrachter Demonstranten stürmten das Gelände der US-Botschaft in Sanaa im Jemen. Sie skandierten „Tod für Amerika“ und verbrannten die US-Flagge. Bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften gab es vier Tote. Im Irak drohte eine militante schiitische Gruppe mit Angriffen auf US-Ziele. Anlass war offenbar wie zuvor bei Angriffen auf US-Vertretungen in Libyen und Ägypten ein islamkritischer Amateurfilm eines in Amerika lebenden Regisseurs. Die US-Bundespolizei FBI nahm Ermittlungen auf.

Die Sicherheitsvorkehrungen für einige deutsche Botschaften in islamisch geprägten Ländern wurden verstärkt. Das sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP). An die Vertretungen sollten zusätzliche Sicherheitsbeamte entsandt werden.

Das US-Konsulat in Dahlem wurde unterdessen am Donnerstag teilweise geräumt, nachdem am Vormittag mehrere Mitarbeiterinnen über Atemwegsprobleme geklagt hatten. Die Feuerwehr sprach zunächst von einer ominösen Substanz – gefunden wurde während des Großeinsatzes an der Clayallee aber nichts. Nach etwa vier Stunden gab es Entwarnung. Mit Blick auf die derzeitigen Angriffe auf US-Einrichtungen in der arabischen Welt hatte der Sicherheitsdienst sofort Alarm ausgelöst.