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Meinungsfreiheit: EU-Parlament nominiert Pussy Riot für Preis ++ Südafrika: Bergleute wollen Polizei wegen Folter verklagen ++ Jüdische Gemeinde: Berliner Alexander Nachama wird Rabbiner in Dresden

EU-Parlament nominiert Pussy Riot für Preis

Das EU-Parlament hat die russische Punk-Band Pussy Riot für den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit nominiert. Das gegen die Band verhängte Moskauer Urteil sei „eine politisch motivierte Einschüchterung von Oppositionsaktivisten“, erklärten die Abgeordneten in einer Entschließung über die Menschenrechtssituation in Russland. Sie hofften, dass das Urteil im Einklang mit den von Russland eingegangenen internationalen Verpflichtungen überprüft und aufgehoben werde.

Bergleute wollen Polizei wegen Folter verklagen

Südafrikanische Bergleute werfen der Polizei Folter vor. Eine Gruppe von 40 Arbeitern, die nach dem Blutbad von Marikana Mitte August vorübergehend festgenommen wurden, wolle die Beamten verklagen, sagte die Rechtsanwältin der Bergarbeiter, Puleng Keetse. In Marikana waren vor vier Wochen Streikaktionen von 3000 Arbeitern für höhere Löhne an einer Platinmine des Lonmin- Konzerns außer Kontrolle geraten. Die Polizei erschoss 34 Streikende.

Berliner Alexander Nachama wird Rabbiner in Dresden

Nach über 70 Jahren erhält die Jüdische Gemeinde in Dresden wieder einen eigenen Rabbiner. Das Amt tritt Anfang November Alexander Nachama an, wie die Gemeindevorsitzende Nora Goldenbogen sagte. Der 1983 geborene Nachama leistete seit Juni 2011 bereits ein Praktikum in der Gemeinde ab. Er ist auch Kantor und schließt derzeit seine Rabbiner-Ausbildung am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam ab.