Auszeichnung

Morgenpost-Reporter ausgezeichnet

Bundespräsident Gauck lobt „Vielfalt der Lokalzeitungen“

Fünf Journalisten sind am Mittwochabend für ihre herausragenden Zeitungsartikel mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden. Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte den Preisträgern vor gut 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien in der Ullstein-Halle der Axel Springer AG in Berlin. Gauck sagte: „Wir können gar nicht dankbar genug dafür sein, dass es diese Vielfalt der Lokalzeitungen in Deutschland gibt.“ Die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgelobte Ehrung gilt als renommierteste Auszeichnung der Zeitungsbranche. Sie wird in diesem Jahr zum 50. Mal vergeben und erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868–1943).

Zu den Preisträgern gehörte auch Philip Cassier, Reporter der Berliner Morgenpost. Er wurde in der Kategorie „Lokales“ für seinen Beitrag „Eine Dosis jüdisches Penizillin“ ausgezeichnet, in dem er schildert, wie und warum zwei hochbetagte jüdische Freundinnen die beste Hühnerbrühe Berlins kochen. Den Preis in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ erhielt Harald Martenstein („Die Zeit“). Die Auszeichnungen in der Sparte „Lokales“ ging auch an Lars Fischer („Wümme-Zeitung“). Alexander Gorkow („Süddeutsche Zeitung“) und Volker Zastrow („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) waren die Preisträger in der Kategorie „Allgemeines“.

Auch Hermann Neusser, Vorsitzender des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis, verwies auf die Bedeutung der regionalen Zeitung: Die Quelle herausragender journalistischer Karrieren sei die lokale Zeitung, sagte er.