Familie

Bußgelder für Eltern von Schulschwänzern

Von der Leyen nennt häufige Fehlzeiten in der Schule Einstieg in die Langzeitarbeitslosigkeit

- Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürwortet Bußgelder für die Eltern von Schulschwänzern. "Wenn wir über Langzeitarbeitslosigkeit reden, ist Schulschwänzen der Anfang", begründete von der Leyen ihren Vorstoß. "50 Prozent der Langzeitarbeitslosen hat keinen Schul- oder Berufsabschluss. Das ist das größte gemeinsame Merkmal." Es sei deshalb entscheidend, den Anfängen zu wehren. "Schule, Polizei, Jugendamt und Familie müssen zusammen Lösungen anbieten, Druck ausüben, Regeln aufstellen und diese auch durchziehen", verlangte die Ministerin. Von der Leyen verwies in diesem Zusammenhang explizit darauf, dass auch Bußgelder verhängt werden können, wenn Eltern gegen das Schulgesetz verstoßen. "Bei Eltern kleiner Kinder wirkt das", zeigte sich die Ministerin überzeugt: "Das Prinzip ist richtig - Geldentzug tut weh". Nicht richtig wäre es allerdings, Eltern von Schulschwänzern in solchen Fällen Hartz IV zu kürzen. "Geld, das wegen Arbeitslosigkeit gewährt wird, kann nicht genommen werden, um den Eltern eine Lektion in Kindererziehung zu erteilen." Der Grundansatz, das Problem über Bußgelder zu regeln, stimme jedoch, da Schwänzer die soziale Gruppe verließen. "Der Weg zurück ist dann unglaublich schwer", zeigte sich von der Leyen überzeugt.