Potsdam

Weg am Griebnitzsee soll wieder öffentlich zugänglich werden

Nach dreijähriger Vorbereitung liegt der Bebauungsplan für den umstrittenen Uferweg am Griebnitzsee vor.

- Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) rechnet damit, dass die Stadtverordneten ihn am 22. August mehrheitlich beschließen wird. Der 2,8 Kilometer lange Weg soll 14 Millionen Euro kosten. Er beginnt an der Allee nach Glienicke und führt kurvig bis hin zur Stubenrauchstraße an der Berliner Stadtgrenze. Neben den zwei bestehenden Sammelsteganlagen und einer Bootsanlegestelle ist eine neue Aussichtsplattform vorgesehen. Im Mai 2008 hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg den ersten, heftig kritisierten Bebauungsplan gekippt. Die Stadt habe die Interessen der privaten Anlieger nicht genügend berücksichtigt. Oberbürgermeister Jakobs rechnet weiterhin mit Klagen gegen das Vorhaben. Er kündigte an, die Stadt werde mit mehr als 30 Eigentümern für den weiteren Erwerb der nötigen Flächen verhandeln. "Wenn wir uns nicht einigen können, wird es Enteignungsverfahren geben", so Jakobs. Der Anwalt mehrerer Anlieger kritisierte den Plan bereits scharf.