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Spanien: Regierung will Abtreibungen offenbar wieder verbieten ++ Doktorarbeit: Ehemaliger EU-Kommissar hat Titel wohl erschlichen ++ Umweltschutz: Greenpeace verzeichnet neuen Spenden-Rekord

Regierung will Abtreibungen offenbar wieder verbieten

Die konservative spanische Regierung will offenbar Abtreibungen wieder verbieten. Die mit absoluter Mehrheit regierende Volkspartei werde dazu voraussichtlich im Oktober einen Gesetzentwurf vorlegen, hieß es am Donnerstag aus Kreisen des Justizministeriums. Die sozialistische Vorgängerregierung hatte Abtreibungen vor zwei Jahren per Gesetz bis zur 14. Woche gestattet und damit eine ähnliche Regelung gewählt wie die meisten europäischen Länder. Im Falle schwerer Missbildungen ist der Abbruch noch bis zur 22. Woche zulässig.

Ehemaliger EU-Kommissar hat Titel wohl erschlichen

Der erste slowakische EU-Kommissar Jan Figel soll seinen Doktortitel zu Unrecht haben. "Aufgrund von Medienveröffentlichungen haben wir den Eindruck, dass es da einen großen Fehltritt gab", sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Bratislava. Es gebe eine Untersuchung. Die Zeitung "Sme" hatte berichtet, Figel habe eine von mehreren Autoren gemeinsam verfasste Arbeit als seine Dissertation vorgelegt. Die von einem Freund geleitete Privathochschule habe dem ehemaligen Kommissar aus Gefälligkeit den Doktortitel verliehen.

Greenpeace verzeichnet neuen Spenden-Rekord

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in Deutschland im vergangenen Jahr so viele Spenden erhalten wie nie zuvor. Die Summe stieg um etwa 4,6 Prozent auf 48,89 Millionen Euro, wie Greenpeace mitteilte. Bereits 2010 hatten die Spenden ähnlich stark zugenommen. Vermutlich hänge der neuerliche kräftige Anstieg auch mit der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 und der Debatte über den deutschen Atomausstieg zusammen. Die Menschen in Deutschland seien zudem umweltbewusster geworden.