Sternschnuppen

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Am Wochenende regnet es alle zwei Minuten Sternschnuppen über Berlin

- Natürlich gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für das Schauspiel, das in den Nächten bis Montag gut über dem Berliner Himmel zu sehen sein wird: In ihrem Lauf um die Sonne kreuzt die Erde die Spur des Kometen Swift-Tuttle. Die millimetergroßen Staubteilchen werden als helle Sternschnuppen am Nachthimmel sichtbar sein. Weil die Sternschnuppen aus der Richtung des Sternbildes Perseus zu kommen scheinen, werden sie Perseiden genannt. Der Meteorschauer erreicht am Sonntag sein Maximum. Die Chancen auf einen klaren Himmel sind am Wochenende sehr gut. Beste Beobachtungszeit sei die zweite Nachthälfte, sagen Experten. Möglich sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Die schmalen Lichtblitze entstehen, wenn Staubpartikel in der Erdatmosphäre verglühen. Sie erzeugen in etwa 100 Kilometer Höhe leuchtende Schläuche ionisierter Luft. Alle zwei Minuten ist mit helleren Sternschnuppen zu rechnen.

So weit die Wissenschaft. Im Volksmund ist das himmlische Schauspiel auch als "Laurentiustränen" bekannt: Der frühchristliche Heilige wurde am 10. August 258 in Rom hingerichtet. Der Legende nach fallen seitdem in jedem Jahr um diese Zeit seine Tränen aus Feuer vom Himmel. Das ist selbstverständlich zwar keine wissenschaftliche, aber auch eine schöne Erklärung. Doch egal, welche man bevorzugt: Sehenswert ist das Himmelsschauspiel in jedem Fall.