Gedenken

Kulturstaatsminister fordert eine Straße für Peter Fechter

50 Jahre nach seinem Tod und 22 Jahre nach dem Fall der Mauer setzt sich ein Bürgerbündnis dafür ein, endlich eine Straße in Berlin nach Peter Fechter zu benennen.

- Der 18-Jährige war beim Fluchtversuch an der Zimmerstraße angeschossen worden und qualvoll verblutet. "Es ist gut und überfällig, dass in Berlin eine Straße an das erschütternde Schicksal von Peter Fechter erinnert", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Der Tod des jungen Bauarbeiters aus Ost-Berlin ein Jahr nach dem Mauerbau stehe exemplarisch für die Unmenschlichkeit der SED-Diktatur. "Ich unterstütze deshalb nachdrücklich die Initiative, in der Bundeshauptstadt eine Straße nach Fechter zu benennen", sagte Neumann. Auch die Regisseurin Freya Klier, die selbst 1968 vergeblich aus der DDR zu fliehen versuchte, sagte: "Eine Straße nach Peter Fechter zu benennen, finde ich überfällig - am besten jene, in der er erschossen wurde."