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Umweltbewegung: Atomkraftgegner gründen Grüne Partei in Japan ++ Unterhalt: Trotz weniger Kindern muss Staat mehr Vorschüsse zahlen ++ Stuttgart 21: Polizisten drohen Strafen wegen Körperverletzung ++ Hochschule: Universität Oxford erlaubt Röcke für Männer

Atomkraftgegner gründen Grüne Partei in Japan

In Japan haben Umweltaktivisten und Atomkraftgegner eine Grüne Partei gegründet. Japan brauche eine Partei, die entschieden für Umweltpolitik eintrete, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Akira Miyabe beim Gründungskongress. Die Partei, deren Gründung die wachsende Ablehnung der Atomkraft in Japan nach Fukushima widerspiegelt, will zur nächsten Parlamentswahl eigene Kandidaten aufstellen. Am Sonntag versammelten sich Tausende Menschen in Tokio, um gegen die Atompolitik der Regierung zu protestieren.

Trotz weniger Kindern muss Staat mehr Vorschüsse zahlen

Obwohl in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden, leistet der Staat einen immer höheren Unterhaltsvorschuss. Bund und Länder streckten im vergangenen Jahr insgesamt 922 Millionen Euro Unterhalt vor, weil ein Elternteil nicht zahlte, wie der "Focus" unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfinanzministeriums berichtete. 2007 seien es noch 845 Millionen Euro gewesen. Der Staat kommt für den Unterhalt dann auf, wenn ein Elternteil nicht oder nicht genug Geld zahlt.

Polizisten drohen Strafen wegen Körperverletzung

Knapp zwei Jahre nach dem Polizeieinsatz mit Wasserwerfern gegen Stuttgart-21-Gegner im Schlossgarten müssen einige der beteiligten Polizisten mit Strafen rechnen. "Wir haben Anhaltspunkte dafür entdeckt, dass bei diesem Einsatz die von der Polizei festgelegten Spielregeln nicht eingehalten worden sind", sagte Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger den "Stuttgarter Nachrichten". Der Vorwurf laute auf Körperverletzung im Amt. Zu einem möglichen Strafmaß sagte Pflieger nichts. Beim "schwarzen Donnerstag" 2010 hatte es rund 100 Verletzte gegeben.

Universität Oxford erlaubt Röcke für Männer

Künftig dürfen Männer in Röcken und Frauen in Anzügen in den Prüfungen der Universität Oxford sitzen: Die Uni hat die strikten akademischen Kleidervorschriften geändert, nachdem Befürchtungen laut geworden waren, sie könnten gegenüber transsexuellen Studenten unfair sein. So müssen Studenten, die an Prüfungen oder formellen Anlässen teilnehmen, nicht mehr geschlechtsspezifische offizielle Kleidung wie dunklen Anzug, weißes Hemd und Fliege und darüber einen schwarzen Umhang tragen.